Nation an den Rändern. Erkundungen an der slowenisch-ungarischen Grenze.
Grenzen im Museum
Die Konstruktion nationaler Identitäten durch Erinnerungsarbeit und Inszenierung
by Sarah Levstock
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Museen als Erinnerungsorte anhand der Darstellung von Grenzen in zwei Museen in Slowenien und Ungarn. Ziel ist es, zu analysieren, welches Bild von Grenzen und Nationen den Besucher:innen vermittelt wird, und wie diese Darstellungen die Besucher:innen beeinflussen können.


Besuch in der Határőr Emlékhely / Grenzschützer-Gedenkstätte in Apátistvánfalva
by Margot Leruste
In diesem Text, der in Form eines Comics erzählt wird, wird versucht, die Figur des ungarischen Grenzwächters, des „Hataror“, zu verstehen. In dem ihnen gewidmeten Museum an der slowenisch-ungarischen Grenze in Apátistvánfalva scheinen die Bilder und Gegenstände dieser Grenzsoldaten von einem Heldentum zu erzählen, das im Alltag jedoch nicht vorhanden ist. Anhand der Betrachtung des Museums und der darin ausgestellten Objekte wird versucht, die Symbolik des ungarischen Grenzsoldaten sowie die daraus resultierenden nationalen Narrative zu definieren.
„We don ‘t talk about problems, only challenges”
Inszenierung der slowenischen Minderheit in Ungarn
by Hannah Novak
Statt über Probleme zu sprechen, liegt der Fokus auf einem positiven Selbstbild. Beim Besuch der slowenischen Minderheit in Ungarn treffen offizielle Narrative auf widersprüchliche Eindrücke aus dem Alltag. Zwischen Sprache, Identität und Repräsentation entsteht ein Spannungsfeld, das mehr andeutet als erklärt. Die Begegnungen regen dazu an, das Erzählte kritisch zu hinterfragen.
