Orte der Erinnerung an Josip Broz Tito in Kumrovec
by Orsolya Pataki
Obwohl die kleine kroatische Ortschaft Kumrovec für viele als das berühmteste Dorf der Welt gilt, sind ihre Straßen während der verregneten Novembertage unseres Besuches überraschend verlassen. Die Indizien für den Bekanntheitsgrad des Ortes sind dennoch nicht zu übersehen, trägt doch bereits seine Hauptstraße den Namen „Ulica Josipa Broza“. Der ehemalige jugoslawische Präsident Josip Broz Tito kam hier am 7. Mai 1892 als siebtes Kind von Marija und Franjo Broz zur Welt. Seine Kindheit in Kumrovec war geprägt von Armut und Hunger, sein Volksschulbesuch von häufigen Abwesenheiten, um seine Familie bei der Arbeit zu unterstützen. Für den Besuch eines Gymnasiums hatte er keine Mittel, weshalb er sich für eine Schlosserlehre entschied und mit 18 Jahren endgültig nach Zagreb zog. Später äußerte Tito, das Dorf zu verlassen sei der einzige Ausweg für Jugendliche gewesen, um etwas aus sich machen zu können. Seine Erfahrungen in Kumrovec symbolisierten für ihn unerfüllte Wünsche und Hoffnungen, und befeuerten wiederum seinen Glauben in den Marxismus, was seine politische Laufbahn prägen sollte (Calic 2020).
Dem kleinen Ort Kumrovec wiederum verleiht Tito bis heute unanfechtbare Bedeutung, so stark, dass das ganze Dorf eine regelrechte Gedenkstätte an den im Jahr 1980 verstorbenen Politiker geworden ist. Seiner Präsenz zu entkommen ist hier unmöglich – neben der bereits erwähnten Hauptstraße, die nach ihm benannt ist, begegnen uns beim Durchqueren immer weitere Orte und Gebäude, die an verschiedene Lebensabschnitte von Tito erinnern. Ohne diese starke Verbindung wäre das Dorf wohl kaum von anderen peripheren Ortschaften zu unterscheiden. Während unseres 3-tägigen Forschungsaufenthalts beschäftigte ich mich daher mit der Frage, welche Orte der Erinnerung an Tito sich heute noch in Kumrovec befinden und welche Bedeutung ihnen zukommt. Um darzustellen, wie signifikant der Bezug zur Vergangenheit für Kumrovec ist und was es für die Zukunft des Dorfes bedeuten könnte, wenn es diese Vergangenheit nicht hinter sich lässt, beziehe ich mich auf das Konzept der „emptiness“.
Im kulturanthropologischen Kontext ist „emptiness“, auf Deutsch „Leere“, ein multidimensionaler Begriff. Angelehnt an Dace Dzenovska (2020a) ist damit gemeint, dass Räume und Gebäude, bedingt durch steigende Emigration oder strukturelle und politische Veränderungen, beispielsweise nach einem Staatszerfall, ihre grundlegenden Eigenschaften verlieren können. Betroffene Personen wie Einwohner:innen müssten ihre Lebensweisen an die neuen Umstände und Veränderungen anpassen. Dieser Prozess sei ein Zeichen „[…] for a transitional state between a world that was coming to an end and a world yet to come“ (Dzenovska 2020a, S.11). Indizien für diese Art der Leere könnten beispielsweise der Rückbau der Infrastruktur, mangelnde Arbeits- und Ausbildungsplätze, Bevölkerungsrückgang, verlassene Straßen sowie leere und stark vernachlässigte Häuser sein.
Obwohl Kumrovec noch lange kein Geisterdorf ist, entsteht während unseres Aufenthalts bei mir unweigerlich das Gefühl, dass hier in der Tat etwas fehlt, was es einst gegeben hat. Ein herrenloser Nachtclub, ein Bistro – benannt nach Titos Pionieren – ohne Gäste und die stets leeren Parkbänke rund um den stets leeren Spielplatz verweisen auf die ehemalige Präsenz von Aktivität. Mit Hinblick auf die Tatsache, dass wir kaum Einwohner:innen auf den Straßen begegnen, ist dies heute wenig zu spüren. Grund dafür ist nicht eine materielle Leere an sich, sondern vielmehr eine politische und soziale Leere, die Kumrovec seit dem Tod Titos charakterisiert. Ich möchte daher aufdecken, welche kontrastierenden Narrative im Dorf gegenwärtig existieren. Wahrnehmbar ist ein dynamisches Verhältnis zwischen den Einwohner:innen, die nach vorne blicken wollen, und den weiterhin zahlreichen Orten und Gebäuden, die aktiv an das Leben des ehemaligen Präsidenten erinnern. So befindet sich Kumrovec aktuell in einem Entwicklungsstadium zwischen Vergangenheit und Zukunft. Um mich diesem Thema zu nähern, führte ich neben teilnehmenden Beobachtungen zunächst Gespräche mit Angestellten des Museums „Staro Selo“ durch.
Das Museum
Die Hauptattraktion und auch der Hauptgrund, warum viele Tourist:innen nach Kumrovec kommen, ist das Freilichtmuseum „Staro selo“, das zugleich das Zentrum des Dorfes ist. Rund 40 restaurierte Bauernhäuser in traditioneller Bauweise sollen Bräuche und das tägliche Leben der Bauern und ihrer Familien in der Zagorje Region im 19. und 20. Jahrhundert widerspiegeln. In meinen Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen Diana und Emica1 erfahre ich, dass sich das Museum zunehmend als ethnographisches Museum etablieren möchte. Angesichts der zahlreichen Objekte und Artefakte ja an und für sich keine schwierige Aufgabe, möchte man meinen, würde nicht das Geburtshaus von Tito den Kern dieser Einrichtung bilden und Besucher:innen gleich als erstes ins Auge springen. Der Webseite des Museums (www.mss.mhz.hr) ist zu entnehmen, dass das Gebäude, gebaut von Titos Großvater als Mehrfamilienhaus, heute einen Einblick in die bescheidene Herkunft des späteren Marschalls gibt. Der rechte Teil des Hauses wurde als Wohnraum der Broz-Familie bewahrt und zeigt, wie beengt Tito mit seinen Verwandten zusammenleben musste. Links befindet sich eine Dauerausstellung über seinen politischen Machtaufstieg, mit zahlreichen Dokumenten, Bildern und Artefakten.

Meine Gesprächspartnerinnen berichten, dass das Geburtshaus bereits 1953 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Mit diesem Schritt wurde der Grundstein dafür gelegt, dass Kumrovec offiziell zu einer populären politischen Destination wurde und sich auch als solche vermarktete. Mit dem Zerfall Jugoslawiens im Jahr 1992 und den damit einhergehenden politischen Veränderungen habe sich das Museum gezwungen gesehen, seinen Fokus auf die Repräsentation des Landlebens in Kroatien zu verschieben und damit einen Prozess anzustoßen, der gegenwärtig andauert. Das Geburtshaus des ehemals weltberühmten jugoslawischen Präsidenten wurde so von einer Bereicherung schnell zu einer Belastung. Gleichzeitig wäre die Bekanntheit des Dorfes und Museums ohne die Verbindung zu Tito nicht dieselbe. Laut Diana kommen die meisten Besucher:innen in erster Linie, um das Geburtshaus zu besichtigen, nur um dann zu entdecken, dass es auch in den Bauernhäusern rundherum weitere Ausstellungen gibt. Beliebt ist auch die Statue von Tito, erschaffen von Antun Augustinčić, die vor seinem Haus steht. Sie zeigt eine direkte Verkörperung von Tito als Marschall und Stratege, weshalb es laut Emica nicht ungewöhnlich ist, dass Besucher:innen sich mit ihr unterhalten, als wäre die Statue tatsächlich Tito in Person, und auch Blumen und Kerzen zu ihren Füßen ablegen.
Ein weiterer Teil des Museums, der untrennbar mit Tito verbunden ist, ist die Vila Kumrovec, die von 1962 bis zu seinem Tod als Titos neue Residenz in seinem Heimatdorf fungierte. Das Innere erinnert weniger an eine typische Ausstellung, denn es gibt kaum Beschriftungen oder Infotafeln. Vielmehr ist das Haus genauso geblieben, wie zu Titos Zeiten: Vollständig möbliert, die Betten gemacht, als würde man beim Betreten direkt in das sozialistische Jugoslawien zurückreisen. Emica erzählt, die Residenz symbolisiere besonders das wohlhabende Leben Titos nach seinem Machtaufstieg und sei überwiegend gefüllt mit einer Auswahl der pompösesten Geschenke, die der Staatschef im Laufe seiner Karriere erhielt. Bei unserer Besichtigung fallen mir besonders ein Stoßzahn eines Elefanten, geschenkt vom ehemaligen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo Mobutu Sese Seko sowie ein vom kroatischen Maler Marino Tartaglia angefertigtes realistisches Porträt ins Auge. Ebenso auffallend ist ein Gerät aus Holz, das TV, Radio und Grammophon in einem kombiniert und ein Geschenk von Gamal Abdel Nasser, dem ehemaligen Staatspräsidenten Ägyptens, war.
Diana unterstreicht nachhaltig, dass Tito nicht vergaß, woher er kam, und ein Mann des Volkes blieb, denn trotz der abgeschotteten Privatresidenz lebte er während seiner Aufenthalte alles andere als zurückgezogen. Sie berichtet amüsiert, der Präsident sei ständig ohne Sicherheitskräfte unterwegs gewesen und habe Stunden mit ehemaligen Freunden verbracht oder seine Speisen in örtlichen Lokalen eingenommen. Er habe auch stets seine Beziehungen im Dorf gepflegt, indem er beispielsweise der Volksschule mehrere Besuche abstattete, um die Kinder seiner Bekannten zu treffen. Erinnerungen dieser Art führen dazu, dass, obwohl Tito Kumrovec lediglich 25-mal besuchte, auf seine Aufenthalte nostalgisch und mit verklärtem Blick erinnert wird. Die Villa wartet weiterhin auf ihren Hausherren, der nicht mehr zurückkehren wird.
Außerhalb des Freilichtmuseums und dennoch Teil des „Staro selo“ ist der Brunnen der Freude, „Zdenac radosti“, der im Jahr 1987 erbaut wurde. Die Webseite der Gemeinde informiert, dass der Brunnen ursprünglich mit Kunstwerken aus Mosaiksteinen ausgestattet war, die von Kindern aus ganz Jugoslawien gestaltet wurden und damit die Anwesenheit alles Länder des ehemaligen Vielvölkerstaates symbolisieren sollten. Zum Zeitpunkt unseres Besuches sind diese Steine nicht mehr vorzufinden. Im Brunnen ist kein Wasser, und gäbe es nicht eine verkalkte Beschriftung, wäre die ehemalige Signifikanz der einfachen Betonstruktur, die langsam von Unkraut übernommen wird, so gut wie unbemerkbar. Der Weg, der zu diesem Brunnen und in Richtung der westlichen Seite aus dem Dorf hinausführt, ist auf beiden Seiten von zahlreichen Ahornbäumen gesäumt – von 88 Bäumen, um genau zu sein. Der Grund dafür? Tito. Am Ende dieser Anordnung, offiziell bekannt als Ahorn-Allee, steht ein vermooster Gedenkstein, dem einige Buchstaben fehlen, wo sich aber folgende Inschrift ausmachen lässt: „88 rote Ahornbäume für unseren geliebten Tito. Das Volk des kroatischen Zagorje und die Gemeinschaft der Gemeinden von Zagreb. Kumrovec, 25. Mai 1980“ (Übers. d. Verf.)2.
Verlässt man das Museum Richtung Norden, erstrahlt die weiße Fassade der 1956 eröffneten Volksschule „Osnovna šola Josipa Broza“. Auf der Homepage der Schule ist nachzulesen, dass sie eine Initiative von Tito selbst war, um für bessere Bildungsverhältnisse zu sorgen. Die alte Volksschule, die Tito von 1900 bis 1905 persönlich besuchte, steht ebenfalls noch und beherbergt als Teil des Museums seit 2011 eine Dauerausstellung. Egal in welche Richtung man geht, wenn man den Erinnerungen an Jugoslawien und seinem ehemaligen Präsidenten entkommen möchte, sitzt man in Kumrovec in der Falle.
Dass Tito nicht nur in Objekten, sondern zudem in der Erinnerung vieler Menschen weiterlebt und auf seine Präsidentschaft nicht selten positiv zurückgeblickt wird, zeigt sich im Gästebuch, das im Geburtshaus ausliegt. Neben den damals populären Parolen „Genosse Tito, wir schwören dir!“3 und „Auch nach Tito – Tito!“ (beides Übers. d. Verf.)4 sind vereinzelt auch längere Anekdoten zu finden, in denen Verfasser:innen sich für eine schöne Jugend bedanken, die Erfolge des Marschalls ausführen oder auf persönliche Treffen zurückblicken. Die Vergangenheit wird oft auch mit der aktuellen politischen Lage auf dem Balkan verglichen. Eine Person schreibt: „Genosse Tito, komm zurück zu uns, dich lieben Serben, Muslime und Kroaten. Du hast gestohlen und uns davon gegeben, aber sie stehlen und geben uns nichts“ (Übers. d. Verf.)5. Diana gibt zu, dass sie allerdings auch manchmal Besucher:innen empfangen, die sich weigern, das Geburtshaus auch nur zu betreten. Sie vermutet, dass diesen Personen oder ihren Familien im sozialistischen Jugoslawien etwas Negatives widerfahren ist und ein Besuch in Kumrovec ihre Art sein könnte, Klarheit zu gewinnen und mit Titos Einfluss auf ihr Leben abzuschließen.
Tito, Tito, Tito – immer und überall wird man in Kumrovec an das Leben des Marshalls erinnert, man kann seiner Präsenz nicht entkommen. Doch die zahlreichen Orte, die zu seinen und Jugoslawiens Zeiten mit so viel Bedeutung gefüllt waren und Touristen aus ganz Jugoslawien anlockten, sind heute lediglich Schatten der vergangenen Glanzzeit des Dorfes. Ein Staatszerfall oder der Verlust einer Ideologie, schreibt Boris Groys, bedeute, dass politische Symbole, Dokumente und sonstige bis dahin mit Bedeutung geladene Artefakte ihre ursprüngliche Funktion verlieren. In diesem Verlust liege aus kulturwissenschaftlicher Sicht auch eine Chance: Ein Wandel dieser Art böte die perfekte Grundlage für neue Ausstellungen in Museen (Groys 1995, S.99). Könnte vielleicht eine derartige Leerstelle, wie sie in Kumrovec vorherrscht, das Museum dazu verhelfen, eine nationale Identität jenseits von Titos Einfluss zu etablieren?
Vorerst steckt das „Staro selo“ aufgrund von kontrastierenden Narrativen und Praktiken im Zwiespalt. Einerseits liegt der Fokus weiterhin stark auf Titos Leben und Einfluss, worauf mit Nostalgie zurückgeblickt wird. Demgegenüber stehen Skepsis und der Wille, diesen Bezug zur Vergangenheit zu hinterfragen und sich lieber auf die Zukunft zu konzentrieren. Die dabei angestrebte Zukunft des Freilichtmuseums soll völlig unpolitisch sein und, wie aktuelle Ausstellungen erahnen lassen, das ländliche Leben und eine heile kroatische Welt in Szene setzen. Diese Absicht wiederum erinnert wenig an „Titostalgie“, womit der slowenische Kulturwissenschaftler Mitja Velikonja Phänomene bezeichnet wie die stete Aufrechterhaltung von Bräuchen, die an Tito gebunden sind oder den anhaltenden Verkauf von Tito-Souveniren (Velikonja 2008). Vielmehr geht es dabei um eine prä-sozialistische Vergangenheit, eine Zeit, die der Gegenwart noch ferner ist. Ein Ziel scheint es daher auch zu sein, die Herrschaftsperiode Titos möglichst auszublenden, um ein zeitloses Kroatienbild zu inszenieren.
Vorerst nutzt das Museum neben Titos Geburtshaus, seiner Statue und Residenz sowie dem Brunnen der Freude auch seine alte Volksschule für Ausstellungen. Darüber hinaus bietet es Platz für die am 25. Mai jährlich stattfindenden Feierlichkeiten für den Tag der Jugend; zu Zeiten Jugoslawiens wurde an diesem Datum mit großem Tamtam und Tausenden von Gästen Titos Geburtstag gefeiert; und in den frühen 2000ern wurde der Tag der Jugend im neuen Gewand wiederbelebt (Belaj 2008, S.79f.). Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass sich Kumrovec der Leere, die Titos Tod mit sich brachte, auf vielfältige Weise verweigert und dass das Museum, und implizit auch ganz Kumrovec, weiterhin versucht, “die guten alten Zeiten“ am Leben zu erhalten. Zeitgleich existiert vor allem für das Museum das Ziel, sich zu reformieren und aus dieser Verbindung auszubrechen. Während ich mich frage, wie es dieses Dorf, wo überall Spuren von Tito zu finden sind, schaffen könnte, seinen Ruf neu zu etablieren, merke ich, dass es eigentlich viel mehr um die Frage geht: Will man das überhaupt?
Die jugoslawischen Zeitkapseln
Um diese Frage zu klären, schauen wir uns zwei weitere Gebäude an, die besonders aufgrund ihrer überdimensionalen Größe auffallen und explizit mit der politischen Vergangenheit Jugoslawiens und Titos in Verbindung stehen. Wie zwei offene Wunden stehen sie zurückgelassen am Rande von Kumrovec, entleert von der Ideologie, die sie geschaffen hat.
Am östlichen Ende von Kumrovec, auf der Spitze eines kleinen Hügels, mit weitem Blick auf das Dorf und die umgebende Zagorje Region, befindet sich ein massives Ziegelgebäude mit frontalen Glaswänden, bekannt als das „Heim der Kämpfer des Befreiungskrieges und der Jugend Jugoslawiens“. Vertrauter ist es jedoch Einheimischen und Besucher:innen unter dem Namen „Spomen Dom“, was schlicht „Erinnerungshaus“ bedeutet. Die Struktur wird von der einen Seite von einem Waldteil versteckt, während sie auf der anderen Seite komplett freisteht und von den letzten Sonnenstrahlen des Tages so erhellt wird, dass sie für Autofahrer:innen der stark befahrenen Hauptstraße nicht zu übersehen ist.

Eröffnet im November 1974 mit dem Zweck, ein jugoslawisches Kultur- und Jugendzentrum, ein Hotel sowie eine politische Schule unterzubringen, ist dieser Ort seit 2003, nachdem Kriegsflüchtlinge aus Vukovar jahrelang dort beherbergt wurden, vernachlässigt und der Öffentlichkeit eigentlich unzugänglich. Das kroatische Ministerium für Bildung und Wissenschaft, das seitdem als Besitzer fungiert, hat mehrere gescheiterte Versuche hinter sich, das Gebäude zu verkaufen und in eine touristische Sehenswürdigkeit zu verwandeln. Das Spomen Dom wurde zwar nicht von Tito in Auftrag gegeben, dennoch begleitete er den Bauprozess mit und war einer der ersten Personen, die das fertige Gebäude betraten. Tito war, wenig überraschend, der Grund, warum so ein Epizentrum der jugoslawischen sozialistischen Politik und Kultur überhaupt in einem winzigen Dorf fernab der Metropolen errichtet wurde. Man wollte damit ausdrücken, dass die Einrichtung den Charakter und die Arbeitsweise Titos erben würde und nicht zuletzt auch die immerwährende Beziehung zwischen Jugoslawien und seinem Präsidenten betonen (Spomenik Database, o.D.). Von diesem Symbolismus ist heute wenig übriggeblieben: Es existieren keine Beschilderungen oder Hinweise auf die Relevanz des Ortes, und auch auf der offiziellen Website von Kumrovec findet er keine Erwähnung.
Die Betitelung als Erinnerungshaus erscheint besonders angemessen, da das Gebäude innen, wie außen in einer anderen Zeit zurückgeblieben scheint. Denn obwohl es seit Jahren keinen Nutzen hat, ist es nicht einfach im wahrsten Sinne des Wortes „leer“ – es ist eine Zeitkapsel, in der die Zeit angehalten wurde. Bei unserem Besuch haben wir das Glück, die Rezeptionistin des Komplexes anzutreffen, die seit den 80er Jahren ihrer Arbeit nachgeht. Sie gewährt uns Einlass und wir betreten die Zeitkapsel. Die Inneneinrichtung ist so gut wie unbeschadet: Möbel im Stil der 60er Jahre, eine Bartheke verkleidet mit echtem Kuhfell, Glaslampen, Teppiche, ein Billardtisch, eine antike italienische Kaffeemaschine sowie eine beachtliche Sammlung an Leninismus und Marxismus gewidmeten Büchern machen den Eindruck, als könnten jederzeit wieder die bekanntesten Politiker Jugoslawiens diese Räume betreten. Anstatt der erwarteten materiellen Leere spürt man hier die bedrückende Präsenz von sinnlicher und emotionaler Leere. Der Modergeruch ist nicht zu ignorieren, ebenso die Kalkablagerungen im leeren Swimmingpool, oder die verstaubten Fenster.
In einem Essay über „emptiness“ in Georgien schreibt Stefan Applis, dass es an solchen verlassenen Orten nicht ungewöhnlich sei, Menschen zu begegnen, die gerne Besucher:innen herumführen, „[…] not without a particular pride in the remains of the buildings’ past glories“ (Applis 2022). So ist es in unserem Fall die Rezeptionistin, die in ihren Anekdoten auf Kroatisch von der regen Zusammenkunft der jugoslawischen Bevölkerung in den Räumen des Spomen Doms berichtet. Dabei legt sie Anzeichen der Jugonostalgie an den Tag, was weiters die emotionale Leere der Räumlichkeiten betont. Dabei gibt es für die Rezeptionistin selbst keinen zwingenden Grund, das nun funktionslose Gebäude zu erhalten. Sie scheint sich jedoch verpflichtet zu fühlen, den Prozess der Entleerung so gut wie möglich zu verlangsamen. Weiters offenbart sie ihre Hoffnung, dass dieser einzigartige Ort, der vor nicht allzu langer Zeit noch als das kulturelle Zentrum der Region galt, wieder mit Leben gefüllt werden könnte, ohne direkt mit der politischen Vergangenheit Titos verknüpft zu werden. Meinem Eindruck nach wirkt es für sie aber zugleich als die Materialisierung des ehemaligen jugoslawischen Gemeinschaftsgefühls und der Gesellschaft.
Ihre Emotionen spiegeln wider, wie es um das Spomen Dom heute steht: Durch die allgegenwärtige Leere entsteht ein Schwebezustand zwischen Nutzung und Verwahrlosung, Vergangenheit und Gegenwart. Besonders seitens der Gemeinde wird ein Rebranding gewünscht, was bislang aufgrund fehlender Investitionen nicht geglückt ist. Ein aktueller Reiseführer für die Gemeinde Kumrovec (Stand Nov. 2022) beschreibt die Situation des Spomen Doms so:
„Der Zusammenbruch der Ideologie des ehemaligen Staates hat auch die Notwendigkeit einer Gedenkstätte begraben, aber sie ist von Wert. Auch wenn sich Ideologien und politische Erfordernisse ändern, bietet die Flexibilität der räumlichen Organisation hervorragende Möglichkeiten, den Zweck eines Gebäudes zu ändern“ (Übers. d. Verf.). 6
Demnach bleibt zu hoffen, dass zukünftig finanzielle Unterstützung gefunden werden kann, um die Spuren Titos zu verwischen und dem Spomen Dom neue Bedeutung zu verleihen. Allerdings gibt es noch ein weiteres Gebäude, das Titos Geist atmet und heute einer Ruine gleicht. Die politische Schule, die im Spomen Dom situiert war, war ein so großer Erfolg, dass der Bund der Kommunisten Jugoslawiens (BdKJ) beschloss, ein eigenes Gebäude für sie bauen zu lassen. Im Jahr 1981 wurde die über 175 Meter lange „Politička škola Josip Broz Tito“ für eine neue Generation von Schüler:innen eröffnet. Wäre sie kein festverbautes Gebäude, man könnte meinen, die Politische Schule sei nach dem Zerfall Jugoslawiens absichtlich an den äußersten Rand von Kumrovec verbannt worden. Nicht allzu weit vom Spomen Dom entfernt liegt sie in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und einer verkehrsreichen Straße. Tatsächlich steht sie laut offizieller Adresse bereits in Kladnik, der benachbarten Ortschaft, wird jedoch als Teil von Kumrovec aufgefasst.

Das Schulgebäude operierte als Internat und enthielt zahlreiche Schlafzimmer sowie einen Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss mit einer Bartheke und ein Amphitheater im Hintergarten. Die Ausbildung dauerte ein Jahr. Vorträge wurden von den wichtigsten Politikern der Zeit gehalten, unter anderem von Milan Kučan, der nach dem Zerfall Jugoslawiens der erste Staatspräsident von Slowenien wurde (Mihaljević 2018). An diese Sternstunde erinnert heute wenig, auch nach ausführlichster Recherche im Internet lassen sich keine Bilder der politischen Schule in Betrieb finden.
Der Historiker Josip Mihaljević beschäftigte sich 2018 als einer der wenigen mit der Entstehung der politischen Schule und zeigte, dass ihre gesamte Ideologie auf Titos Führung aufbaute. 1976, kurz nach der Eröffnung der politischen Schule im Spomen Dom, soll Tito in einem Gespräch mit der damaligen Direktion geäußert haben, dass es in Jugoslawien eine große Anzahl an Menschen gebe, die zwar gute Kommunisten, in der Theorie jedoch schwach seien: „Es muss, muss korrigiert werden, die Grundlagen des Marxismus müssen bekannt sein“ (Mihaljević 2018, S.376, Übers. d. Verf.)7. Tito war vom Konzept des lebensbegleitenden Lernens überzeugt und verlangte, dass die Schüler:innen sich stets weiterentwickelten, neue marxistische Konzepte kennenlernten und ihr Wissen praktisch anwendeten, indem sie beispielsweise im BdKJ tätig waren. Offiziell wurde die Einrichtung 1990 geschlossen, beherbergte aber bis 2003 zunächst das kroatische Militär und darauffolgend Flüchtlinge aus Vukovar.
Nahe am völligen Verfall, mit eingebrochenem Dach, zerstörten Fenstern und Unkraut in jedem Raum, ist die politische Schule allein sich selbst überlassen und ist nur noch ein fernes Echo eines verlorenen Wohlstandes. Von den gegenüberliegenden Wohnhäusern trifft uns der feine Geruch von gebratenen Kastanien, der sofort verschwindet, als uns beim Eintreten der Modergeruch erschlägt. Zum Betreten an sich werden wir an Ort und Stelle eher weniger angeregt. Sowohl der vordere als auch der hintere Eingang tragen „Betreten verboten!“-Schilder und den Hinweis auf Videoüberwachung. Besonders besorgt bin ich jedoch nicht, da mir die Museumsmitarbeiterinnen bereits offenbart hatten, dass es in Wirklichkeit keine Kameras gebe und man das Gebäude durchaus auf eigene Gefahr begehen könne. Die offenstehenden modernen Glastüren laden auch fast schon dazu ein; die Metallkette, die sie einst verschlossen hielt, liegt aufgebrochen auf dem Boden. Ähnlich sind einige Fenster des Erdgeschosses zerbrochen. Unzählige Glasscherben auf dem Boden sind die Folge dieses Vandalismus.

Die „emptiness“ ist aber auch hier, obgleich es um eine Ruine geht, nicht materiell gemeint. Viele Wände sind mit Graffitis geschmückt, einzelne Möbelstücke und verschimmelte Bücher wurden wie in Eile zurückgelassen, wodurch die Schule besonders im Kontrast zum Spomen Dom äußerst verwüstet und vergessen wirkt. Ausdrücklich viele Spuren der ehemaligen Bewohner:innen lassen sich auf den oberen Stockwerken bei den Schlafzimmern finden. Viele Türen tragen noch immer Namensschilder, auch Sticker mit dem kroatischen Äquivalent für “Christus mansionem benedicat“ sind zahlreich vorhanden. Eine Tür ist vollständig bedeckt mit Postern eines beliebten amerikanischen Basketballteams. Auf dem Boden verstreut finden wir unter anderem Kalenderseiten aus dem Jahr 2000, ein Plakat zur Feier der Präsidentschaft von Franjo Tuđman sowie einen Zeitungsartikel, der über Kroatiens 3. Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 berichtet.
Tim Edensor, der sich mit der Nutzung von industriellen Ruinen beschäftigt, beschreibt solche ehemals produktiven Orte als „Narben der Landschaft“, da ihr Potenzial als aufgebraucht gilt (Edensor 2005, S.21). Kumrovec scheint in diesem Fall bemüht zu sein, die ursprüngliche Funktion des Raumes zu ersetzen und ihr eine neue Bedeutung zu verleihen, was ähnlich wie beim Spomen Dom eine Frage der finanziellen Möglichkeiten ist. Da die ökonomische Lage von Kumrovec selbst hier wenige Möglichkeiten zulässt, schaffte der Staat es nach vielen Jahren tatsächlich 2019, Investoren für die Schule zu finden. Die chinesische Firma Zhongya Real Estate kündigte an, sie touristisch nutzen zu wollen. Wenig später stellte sich jedoch heraus, dass die Firma den nötigen Betrag doch nicht bereitstellen konnte (Borovac 2019). Seitdem steht die Schule weiterhin zwischen Verfall, Erinnerung und einer potenziellen Zukunft.
Welch beklemmende Last die Präsenz dieses Gebäudes vermittelt und dass eine Beschreibung als „Narbe“ wirklich zutreffend ist wird mir klar, als ich mit den Mitarbeiterinnen des Museums auf die politische Schule zu sprechen komme. Diana möchte nicht viel zu diesem sensiblen Thema erzählen, da sie meint, die Bewohner:innen des Dorfes seien nicht stolz auf die Präsenz des verfallenen Gebäudes und dem, was es repräsentiere. Sie schließt ihre Ausführung mit dem Gedanken: „It doesn’t fit the national memory.“ Diese Aussage zeigt mir, dass es eine Art und Weise gibt, wie nicht nur Kumrovec, sondern ganz Kroatien auf ihre Vergangenheit als Teil Jugoslawiens zurückblicken möchte. Sich mit Tito als Privatperson direkt in seinem Heimatdorf auseinanderzusetzen und dort an seinen Aufstieg und seine Erfolge erinnern zu können, ist etwas, worauf ein Großteil der kroatischen Bevölkerung und der Einwohner:innen Kumrovecs stolz ist. Nicht in dieser Heldeninszenierung inkludiert sind jedoch politische Pilgerfahrten zum Spomen Dom, politische Schulungen oder jegliche Hinweise auf Titos Begeisterung für den Marxismus und Leninismus und deren Auswirkungen.
Die ganz eigene und besondere Leere, die an diesen Orten vorherrscht, ist wohl das stärkste Zeichen des Dorfes, dass es auch 30 Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens immer noch keinen Umgang mit dem Erbe und der Erinnerung an Tito gefunden hat. Dennoch bleibt das Spomen Dom den Umständen entsprechend gut erhalten und hält mehr Hoffnung für eine zukünftige Wiederbelebung bereit, da es sich nach dem Auszug der politischen Schule eher als jugoslawisches Kultur- und Gemeinschaftszentrum etablieren konnte. Dies bestätigt die Haltung der Rezeptionistin, die, als sie von der Zusammenkunft der jugoslawischen Bevölkerung berichtet, Titos Rolle außen vor lässt. Währenddessen behält die politische Schule, die ohne Beschilderung lediglich ein zerfallenes Gebäude aus verrostetem Metall darstellt, ihren alleinigen Fokus, die nächsten kommunistischen Spitzenpolitiker von Jugoslawien auszubilden. In gewisser Weise erinnern diese zwei politisch basierten Räume am meisten daran, dass Kumrovec es noch nicht geschafft hat, Tito hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Aufgrund ihrer Lage an den Rändern des Dorfes ist es jedoch auch leichter, sie und ihre Symboliken auszublenden und die Tatsache, dass jegliche Renovierungsversuche bislang gescheitert sind, zu verdrängen. Die Zukunft bleibt ungewiss.
Fazit
Kumrovec, das Heimatdorf von Josip Broz Tito, ist ein einzigartiger Schauplatz für die Erforschung von „emptiness“. Mit dem Tod des Marshalls 1980 ist für ganz Jugoslawien der ideologische Zusammenhalt verloren gegangen, doch Kumrovec traf dieser Schicksalsschlag besonders hart, schließlich beruhte der Ruf und die Beliebtheit des Dorfes darauf, sich landesweit als die politische Destination zu vermarkten und an die Herkunft Titos zu erinnern. Mit dem Verkommen des Spomen Doms und der politischen Schule sind zwei für das Gemeinschaftsgefühl signifikante Räume verloren gegangen. Allein dadurch ist Kumrovec im Gesamten leerer geworden und hat an Ansehen und Bedeutung verloren. Die Leere ist hier dennoch nie wortwörtlich gemeint: Es gibt auch in den verlassensten Räumen Natur und Spuren von einer ehemaligen Glanzzeit, und die beschriebenen Gebäude spielen weiterhin eine wichtige Rolle in der Geschichte und für die Identität des Dorfes – eine Tatsache, die man in manchen Fällen am liebsten ignorieren würde. Somit existieren konkurrierende Narrative, die nicht ganz voneinander abgegrenzt werden können, die aber in den Köpfen der Menschen durchaus präsent zu sein scheinen. Dagegen unternommen werden kann wenig, einerseits wegen fehlenden Ressourcen und, meinem Gefühl nach, auch aufgrund von fehlender Willenskraft. Wenn man nicht genau hinsieht, fällt diese Leere, die meistens nicht materieller Natur ist, gar nicht so genau auf und kann daher gut ausgeblendet werden.
Weiters würde es wahrscheinlich zu neuen Problemen und Konflikten führen, wenn Kumrovec sich plötzlich entscheiden würde, Tito gänzlich hinter sich zu lassen. Dies wäre kein leichtes Unterfangen, das von einem Tag auf den anderen umgesetzt werden könnte, und vielleicht ist Kumrovec auch noch nicht bereit, den Bezug zu der wohl wichtigsten Person in seiner Erzählung zu lockern. Eine erste Strategie wäre es, „emptiness“ überhaupt zuzulassen und als eine notwendige Reinigung nach Titos Tod zu akzeptieren. In der Zwischenzeit hält die durch Titos Abwesenheit entstandene Leere die kleine kroatische Ortschaft weiterhin gefangen in einem Schwebezustand zwischen Vergangenheit und Zukunft, Vergessenheit und Widerbelebung.
Endnoten
1 Die Namen wurden geändert, um die Identität der Befragten zu schützen.
2 „Osamdeseto[s]am crv[e]nih javora svome voljenom Titu. Narod hrvat kog Zagorja i Zajednica općina Zagreb. Kumrovec, 25. svibnja 1980.“
3 „Druže Tito, mi ti se kunemo!“
4 „I poslije Tita, Tito!“
5 „Druže Tito, ti se nama vrati, tebe vole srbi muslimani i hrvati. Ti si krao i nama si dao a ovi kradu i ništa ne dadu.“
6 „Propad ideologije nekdanje države je pokopal tudi potrebo po spominskem domu, a vrednostostaja. Čeprav se ideologije in politični imperativi spreminjajo, prilagodljivost prostorske organizacije ponuja odlične možnosti za spreminjanje namena objekta“ (Vodnik po občini Kumrovec, November 2022).
7 „To se mora, mora popraviti, osnove marksizma se moraju poznavati“ (S. 376).
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Sedlenieks, Klāvs (2023), An emptiness to fill. Online unter: https://emptiness.eu/field-reports/an-emptiness-to-fill/ (letzter Zugriff: 01.02.2024).
Spomenik Database (o.D.), https://www.spomenikdatabase.org/kumrovec (letzter Zugriff: 01.02.2024).
Staro Selo Webseite (o.D.), https://www.mss.mhz.hr/ (letzter Zugriff: 01.02.2024).
Velinkonja, Mitja (2008), Titostalgia. A Study of Nostalgia for Josip Broz. Ljubljana: The Peace Institute Media Watch.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Eingangsschild des Museums „Staro Selo“ in Kumrovec. Fotographie © Alexandra Schwell. 2022.
Abbildung 2: Außenansicht des „Spomen Dom“. Fotographie © Orsolya Pataki. 2022.
Abbildung 3: Außenansicht der „Politička škola Josip Broz Tito“. Fotographie © Orsolya Pataki. 2022.
Abbildung 4: Innenansicht der „Politička škola Josip Broz Tito“. Fotographie © Orsolya Pataki. 2022.